Ein langer Weg bis zur Verwirklichung

Es vergingen 13 Jahre von der ersten Beschlußfassung im Ortschaftsrat bis zur Verwirklichung unseres Projektes. Die Zeit hat sich gelohnt, wir haben heute in Palmbach eine kulturelle und heimatgeschichtliche Besonderheit.

Wir berichten hier über die Planungen und Schwierigkeiten die bis zur Verwirklichung des Waldenserweges mit Waldenserplatz und Denkmal, seit der Ideengebung im Jahre 2002, gemeistert werden mussten. Dies ist eine Zusammenfassung der Berichterstattung aus den alten Webseiten aus diesen Jahren.


Der Ortschaftsrat Wettersbach beschloß im Jahre 2002, auf Antrag der Ortschaftsräte Roland Jourdan (CDU/FW) und Günther Wipper (SPD) in Palmbach eine Waldensergedenkstätte mit Denkmal einzurichten.


Bericht vom Februar 2005:

Neuer Waldenserplatz soll am Ortseingang von Palmbach entstehen

(Februar 2005) Der Ortschaftsrat Wettersbach hat bei seiner Sitzung am 15.02.2005 über die Standortbestimmung beraten und sich dafür ausgesprochen, den Waldenserplatz am Ortseingang von Palmbach (am Kreuzungsbereich zwischen der alten L 623 und dem neuen Gewerbegebietes "Winterrot") zu verwirklichen. Damit ist der erste wichtige Schritt in Richtung Verwirklichung des Projektes gemacht.

Nach der 300-Jahr-Feier im Stadtteil Palmbach im Jahre 2001, hat sich der Ortschaftsrat schon mehrmals mit dem Thema auseinandergesetzt, zum Gedenken an dieses Jubiläum eine Platzfläche zu schaffen. Zur Erinnerung an die Gründung von Palmbach im Jahre 1701 soll am Ortseingang von Palmbach ein Waldenserplatz errichtet werden. Im Bauausschuss des Ortschaftsrates wurden vorab drei Standortalternativen untersucht:

1. Platzfläche Grünwettersbacher Straße (Nähe Friedhof)

2. Grünbereich Talstraße Höhe Hausnummer 19 - 21 (Erstes Rathaus Palmbach)

3. Kreuzungsbereich alte L 623 (Geltungsbereich Gewerbegebiet „Im Winterrot“)

Platzfläche Langensteinbacher StrasseNach einer Besichtigung vor Ort und Abwägung aller Vor- und Nachteile ist für den Bauausschuss der Standort an der „Grünwettersbacher Straße“ am wenigsten geeignet. Die zweite Standortalternative am Grünstreifen der „Talstraße“ hat für Palmbach eine große historische Bedeutung, weil an dieser Stelle das erste Palmbacher Rathaus stand. Bedingt durch die geringen Ausmaße bietet diese Fläche jedoch wenig Gestaltungsmöglichkeiten.

Diesen Vorteil bietet vor allem der Standort an der alten L 623 im Geltungsbereich des geplanten Gewerbegebietes „Im Winterrot“. Aufgrund dieses deutlichen Vorteiles empfiehlt der Bauausschuss dem Ortschaftsrat deshalb diesen Standort zum Waldenserplatz zu bestimmen.

Fraktionsübergreifend sprach sich das Gremium in der anschließenden Diskussion dann auch einstimmig für die Empfehlung des Bauausschusses aus. Um festzulegen, wie der Platz gestaltet werden soll, entschied man sich für die Bildung einer Arbeitsgruppe. Dieser soll je ein Vertreter der im Ortschaftsrat vorhandenen Fraktionen, ein Vertreter der Ortsverwaltung sowie zwei sachkundige Bürger des Stadtteiles Palmbach angehören.

Nach einer Entscheidung über die vorgeschlagenen Ergebnisse im Ortschaftsrat soll dann das Gartenbauamt bzw. das Stadtplanungsamt den Planungsauftrag erhalten.

Gemäß den städtischen Richtlinien müssen bei Platz- und Brunnenanlagen 50 % der entstehenden Kosten von privater Seite (z. B. über Spenden) finanziert werden. Die Ortsverwaltung Wettersbach hat hierzu ein Sonderkonto angelegt, auf dem bereits die ersten Spenden eingegangen sind.

Standortbestimmung:

waldenserplatz 2003.01Insgesamt wurden drei Standorte vorgeschlagen und standen zur Diskussion. 
Der Ortschaftsrat hat sich bei seiner Sitzung am 15.02.2005 für die Variante 3 ausgesprochen.

Die Variante 3 wird weiter verfolgt: Ortseingang Palmbach, Talstraße / Ecke alte L623, An dieser Stelle beginnt das zukünftige Gewerbegebiet Winterrot. Vorteile: Fläche ca. 550 qmtr., größte vorgeschlagene Fläche, Platz könnte auch für kleinere Veranstaltungen genutzt werden. Liegt heute noch recht außerhalb, Bildet nach Entstehung des Gewerbegebietes den neuen Ortseingang und liegt dann innerhalb des Ortes. 

Variante 1: Wird nicht weiterverfolgt. Palmbach, Nähe Friedhof, Grünwettersbacherstraße, Fläche ca. 250 qmtr., Kleinste vorgeschlagene Fläche, Liegt im Wohngebiet, außerhalb der Hauptstraße, Grenzt an des Neubaugebiet "Ob der Eichhälden"

Variante 2: Wird nicht weiterverfolgt, Ortsmitte Palmbach, Talstraße, Höhe Haus Nr. 19 - 21, An dieser historischen Stelle stand das erste Palmbacher Rathaus. Fläche ca. 340 qmtr., Zentraler Platz in Ortsmitte, Schmales Grundstück, Liegt in gleicher Höhe und eng an der Hauptdurchgangsstraße.

Variante 1 Grünwettersbacher Straße Variante 2 Talstraße


Bericht vom Februar 2005:

Beim Waldenserplatz soll es jetzt weiter gehen

20.02.2005 Rückblick: Im Anschluss an das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Ortsjubiläum hatte der Ortschaftsrat Anfang des Jahres 2002 beschlossen, Planungen für einen „Waldenserplatz“ im Stadtteil Palmbach einzuleiten.

Palmbach, eine Neugründung der Waldenser, wurde im Jahre 1701 gegründet. Die Siedler stammten aus der Ortschaft La Balme im Pragelatal, das zum Kirchbezirk Villaret gehörte.Heute gehört dieses Gebiet zu Piemont in Italien.

Nach dem Willen des Ortschaftsrates soll Palmbach eine Gedenkstätte, die an die Ortsgeschichte und an die Vertreibung der Waldenser aus ihrer Heimat erinnert, erhalten. An zentraler Stelle soll der „Waldenserplatz“ entstehen. Ein solcher Ortsplatz sollte auch als Bürgertreffpunkt zum Verweilen oder für kleinere Veranstaltungen genutzt werden können.

Dort könnte u. a. ein "Waldenser-Brunnen" mit Waldenserwappen aufgestellt werden. Auch an die Beschaffung eines Steines aus der Heimat der Palmbacher Waldenser, dem Pragelatal (Piemont), wurde schon gedacht. Auch die Pflanzung eines Maulbeerbaumes (er wurde von den Waldensern aus ihrer Heimat mitgebracht) ist an dem neuen Platz denkbar. Ebenso könnte eine Erinnerungstafel, die auf die Geschichte des Ortes eingeht, eingeplant werden.

Ortsverwaltung und Ortschaftsrat hoffen, dass die Planungen für den Waldenserplatz bald umbesetzt werden können und der Platz zusammen mit der Umlegung des neuen Gewerbegebietes verwirklicht werden kann. Ebenso wird versucht, die nötigen Finanzmittel in die nächsten Haushalte der Stadt Karlsruhe einzustellen. 
Gemäß den städtischen Richtlinien müssen bei Platz- und Brunnenanlagen 50 % der entstehenden Kosten von privater Seite (z. B. über Spenden) finanziert werden. Die Ortsverwaltung Wettersbach hat hierzu ein Sonderkonto angelegt, auf dem bereits die ersten Spenden eingegangen sind. (Roland Jourdan)


Bericht vom 16.04.2006

Erster Entwurf für Waldenserdenkmal

Erstellt von Herrn Heimfried Faas

Modell Waldenserdenkmal Herr Faas16.04.2006: In der "Arbeitsgruppe Waldenserplatz", sowie im Ortschaftsrat wurden folgende Punkte besprochen und zur weiteren Detailplanung vorgemerkt.

Gestaltung des Waldenserdenkmals:

  • Achteckige Bodenplatte mit einem Radius von ca. 2 Metern

  • 4 diametral gegenüberliegende Wände,
    Höhe ca. 5 Meter, Breite ca. 1,60 Meter

  • 4 Seiten bleiben offen

  • Kegeldachausführung

  • Wände aus Stahlbeton mit gehauenem Sandstein verkleidet

  • Wände mit Tafeln aus Sandstein beschriftet

  • In der Mitte des Denkmals ein achteckiger Orientierungstisch. Durchmesser ca. 1 Meter

Die Gestaltung des Waldenserplatzes und die Beschriftungen des Denkmals sollen an die Waldenser und die Ortsgeschichte von Palmbach erinnern.

Mögliche Beschriftungen der Sandsteintafeln:

  • Waldenserwappen

  • Altes Ortswappen von Palmbach

  • Namen der Palmbacher Ortsgründer

  • Zeittafel: Die Geschichte der Waldenser

  • Zeittafel: Ortschronik Palmbach

  • Orientierungstisch: Richtungen und Entfernungen zur alten Heimat und zu anderen Waldenserorten

  • Der Wander- bzw. Fluchtweg der Waldenser soll ebenfalls am Waldenserplatz dargestellt werden.

Modell Waldenserdenkmal Herr FaasDie Arbeitsgruppe "Waldenserplatz" wird sich in den kommenden Sitzungen mit den Detailplanungen beschäftigen. Bis zur nächsten Sitzung wird auch eine Kostenberechnung vorliegen. Gemäß den städtischen Richtlinien müssen bei Platz- und Brunnenanlagen 50 % der entstehenden Kosten von privater Seite (z. B. über Spenden) finanziert werden.

Der Waldenserplatz soll am Ortseingang von Palmbach zwischen der neuen und der alten L623 am Rande des neuen Gewerbegebietes Winterrot entstehen.
Das Waldenserdenkmal soll den Mittelpunkt innerhalb des Waldenserplatzes bilden. Die Arbeitsgruppe "Waldenserplatz"  wurde vom Ortschaftsrat eingesetzt. Er setzt sich aus Ortschaftsräten und fachkundigen bzw. interessierten Bürgern zusammen:

In der Gruppe arbeiten zur Zeit mit:
Herr Ortsvorsteher Rainer Frank, Herr Reinhard Bühler (OV), Frau Beatrix Raviol (MdO), Frau Beate Tron (MdO), Herr Roland Jourdan (MdO), Herr Heimfried Faas, Herr Ralf Löffler, Frau Astrid Ludwig und Herr Gerhard Raviol.

Haben Sie Vorschläge für uns oder wollen Sie sich in der Arbeitsgruppe einbringen? Bitte setzen Sie sich dann mit uns oder der Ortsverwaltung in Verbindung.


Bericht aus der Sitzung des Ortschaftsrates vom 11. April 2006:

Neuer Waldenserplatz wird geplant

TOP 3 Planung und Gestaltung "Waldenserplatz" im Stadtteil Palmbach

Der Ortschaftsrat hat in seiner Sitzung im Februar 2005 den Beschluss gefasst, den Kreuzungsbereich zwischen der alten und neuen L623 im Stadtteil Palmbach als Platzfläche mit der Bezeichnung "Waldenserplatz" auszuweisen.

Zwischenzeitlich liegt eine Entwurfsplanung eines Palmbacher Bürgers vor, mit der sich sowohl der Bauausschuss, als auch eine hierfür eingerichtete Arbeitsgruppe beschäftigt hat. Die Planung sieht vor, den vorhandenen Baumbestand auf der ausgewiesenen Fläche zu erhalten. In der Mitte des Platzes soll auf einer 8-eckigen Bodenplatte ein mit 4 Wandflächen und ca. 5 - 6 m hohes Bauwerk entstehen.

Wichtig ist, dass kein geschlossener Raum entsteht, sondern die Gedenkstätte von alles Seiten begehbar ist. An den Innenwänden kann dann sowohl eine Zeittafel von Palmbach als auch die Geschichte der Waldenser dargestellt werden. An den Außenwänden gibt es die Möglichkeit, das Waldenserwappen, das Palmbacher Ortswappen oder auch eine Landkarte der Waldenserorte darzustellen. In der Mitte des Gebäudes ist ein Sandstein als Orientierungstisch vorgesehen. Dieser Stein kann künstlerisch gestaltet werden. Auf der Oberfläche können sowohl die Richtungen als auch die Entfernungen zu den benachbarten Waldenserorten eingemeißelt werden. Der Ortschaftsrat sprach sich einstimmig für die Fortsetzung dieser Planung aus. Damit sich auch die Bevölkerung vorstellen kann, wie die Gedenkstätte aussehen soll, wurde der Vorschlag gemacht, auf der Platzfläche ein Schnurgerüst zu errichten. Des Weiteren wurde das Gartenbauamt der Stadt Karlsruhe beauftragt, einen entsprechende Gesamtplanung für die neue Platzfläche vorzulegen.

(Dieser Bericht wurde aus dem Wettersbacher Anzeiger, Ausgabe 27.04.2006, entnommen.)


27.09.2007: Der Bauausschuss berät bei einem Vororttermin über die Gestaltung des Waldenserplatzes

Bauauschuß des Ortschaftsrates berät über Waldenserplatz

Bei seiner Sitzung am 27.09.2007 hat sich der Bauausschuss von Wettersbach vor Ort über die Bauarbeiten im Gewerbegebiet "Winterrot" informiert.

Im Zuge der Anlage unterhalb des Dammes des Regenrückhaltebeckens soll auch der Waldenserplatz gestaltet werden. Hierzu wurde ein Gestaltungsvorschlag des Gartenbauamtes mit Holzpflöcken ausgepflockt. Zur Darstellung der Dimensionen wurde auch ein mögliches Waldenserdenkmal durch Pfähle markiert. Über die weitere Gestaltung werden eine Arbeitsgruppe und auch der Bauausschuss weiterhin beraten.

Bauausschuß WettersbachBauausschuß Wettersbach