Wir befinden uns in der Henri-Arnaud-Straße, am evangelischen Gemeindehaus

Hier befindet sich die Stele Nr. 7

Thema A-Seite: Deutsche Waldenserorte – Die Waldenser heute
Thema B-Seite: Das Waldenserwappen "Das Licht leuchtet in der Finsternis"

Nach Überlieferungen müsste sich im Bereich hinter der Kirche der erste Palmbacher Friedhof befunden haben. An der Giebelwand des evangelischen Gemeindehauses ist ein großes Waldenserwappen abgebildet.

(Web-Schnellzugriff auf diese Stele: www.stele7.palmbach.org)



Das Waldenserwappen

Der Pfarrer Valerio Grosso aus den Waldensertälern war der erste, der 1640 das Waldenserwappen verwendete. Das Waldenserwappen entstand in Anlehnung an das Wappen der Grafen von Luserna, dem Hauptort im Pellicetal. Es bekam jedoch eine neue, biblische Bedeutung.
Das Wappen zeigt einen Leuchter auf dunklem Grund mit einem strahlenden Licht, welches die Waldenser als Zeichen für ihr Leben nahmen. Erst viel später wurde dem Wappen eine Bibel hinzugefügt, auf der der Leuchter bei allen neueren Waldenserwappen steht.

Die Umschrift um das Wappen erklärt dieses Symbol: „Lux lucet in tenebris“. Zu Deutsch: „Das Licht leuchtet in der Finsternis“. Dieser Satz aus dem Johannesevangelium Kap. 1, 5 war seit Martin Luther in evangelischen Kreisen sehr beliebt. Die Evangelischen glaubten, dass sie durch die Rückkehr zur Bibel Licht in die mittelalterliche Finsternis gebracht hatten. Die Waldenser übernahmen diesen Gedanken.

Neu ist, dass die Waldenser um den Leuchter sieben Sterne abbildeten. Diese erinnern an die sieben Gemeinden aus dem biblischen Buch der Offenbarungen; Gemeinden, die trotz aller Bedrängnis dem Evangelium treu bleiben (0ff. 1, 12-20). Die Waldenser, damals die einzigen Evangelischen, die in Italien überlebt hatten, bezogen diesen Text auf sich selbst.

Auch in der evangelischen Gemeinde in Palmbach ist das Waldenseremblem noch erhalten und verweist auf ihre Herkunft.